Tollensetal - Welzin
Mitte der 1990iger Jahre erregte ein Oberarmknochen mit einer eingeschossenen Pfeilspitze aus der älteren Bronzezeit Aufsehen in der Fachwelt. Noch mehr staunten die Wissenschaftler in den folgenden Jahren über die zahlreichen Knochenfunde mit Kampfspuren und Funde von bestens erhaltenem hölzernen Kriegsgerät - alles Anzeichen eines großen Schlachtfeldes mit exzellenten Erhaltungsbedingungen.
Daher begann 2008 die systematische Untersuchung des Fundplatzes durch Mitarbeiter des Landesamtes für Kultur und Denkmalpflege M-V und der Universität Greifswald.
Die bisherigen Untersuchungen lassen offen, ob die vielen Knochen von Männern, Frauen und Kindern ein 3.300 Jahre altes Schlachtfeld markieren oder ob sie als Opfer eines Überfalls ,flussaufwärts, hier lediglich angespült wurden.
Bei den Untersuchungen gelang es den ehrenamtlichen Tauchern des Landesverbandes zahlreiche neue Fundstellen, an den Ufern der Tollense, zu entdecken. Viele Funde wurden durch die Taucher vor Ort dokumentiert und konnten anschließend gesichert oder geborgen werden. Interessante Tätigkeiten, die den ehrenamtlichen Tauchern des Landesverbandes, auch in den kommenden Jahren, noch zahlreiche spannende Einblicke in diesen bedeutenden Fundplatz gewähren werden.


