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Diese entwickelten während der späten Mittelsteinzeit ausgefeilte Fischfang- und Jagdtechniken, um die marinen Ressourcen ausbeuten zu können. Die daraus entstandenen Nutzungsmöglichkeiten des vielfältigen und reichhaltigen Nahrungsangebotes an Meeressäugern, Seevögeln, Fischen und Mollusken waren sicher ein wichtiger Grund dafür, dass sich die produzierende Wirtschaftsweise der Jungsteinzeit an der Ostseeküste erst mehr als 1000 Jahre später als im binnenländischen Mitteleuropa durchsetzen konnte.
Warum die Fischer, Jäger und Sammler der späten Mittelsteinzeit letztendlich ihr anscheinend stabiles ökonomisches System aufgaben und eine bäuerliche produzierende Wirtschaftsweise übernahmen, ist bis heute nicht abschließend geklärt. Die Untersuchungen submariner steinzeitlicher Siedlungsstellen dieser Zeit sollen dabei helfen, neue Erkenntnisse zum Entstehungsprozess der bäuerlichen Trichterbecherkultur und der damit verbundenen Einführung von Landwirtschaft in Norddeutschland zu gewinnen. Die ausgezeichneten Erhaltungsbedingungen für organisches Fundmaterial auf den submarinen Fundstellen vor der Ostseeküste Mecklenburg-Vorpommerns ermöglichen umfassende kulturökologische Studien zu den ökologischen Voraussetzungen und zum ökonomischen Wandel in dieser Zeit.

Diese Untersuchungen werden im Rahmen der im Jahr 2002 von der Deutschen Forschungsgemeinschaft neu eingerichteten Forschergruppe "SINCOS Interrelation of Geosphere, Ecosphere and Anthroposphere at Post-Pleistocene Sinking Coasts an Example of the Southern Baltic Sea." erfolgen, in der in den nächsten Jahren Geowissenschaftler, Biologen, Klimatologen und Archäologen gemeinsam die geologischen und klimatologischen Veränderungen und deren Auswirkungen auf die Umwelt und das menschliche Verhalten im südwestlichen Ostseeraum in den vergangenen 8000 Jahren erforschen werden. Der Landesverband für Unterwasserarchäologie Mecklenburg-Vorpommern unterstützt diese Projekt durch die ehrenamtliche Mitarbeit seiner Forschungstaucher bei archäologischen Untersuchungen.
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